Die Triggerpunkte mit einer Faszienrolle lösen – so gehts

By | 9. Juni 2017

Nackenschmerzen und Triggerpunkte mit der Faszienrolle lösen

Eine Vielzahl der Menschen wird oft von Verspannungen der Muskeln geplagt. Besonders betroffene Bereiche bilden hier der Nacken und die Schultern. Diese unangenehmen Verspannungen können unterschiedliche Ursachen haben. Welches diese Ursachen sind, was gezielt dagegen getan werden kann, ob eine Faszienrolle gegen Triggerpunkte und Nackenschmerzen hilft, und was eine Faszienrolle ist und bewirkt wird im folgenden Artikel erklärt.

Faszienrolle gegen Rückenschmerzen und Triggerpunkte

Die Ursache

Zu den regulären Ursachen zählen eine einseitige Belastung, psychische Probleme, Stress, Fehlhaltungen, Zugluft, oder eine vorübergehende Überanstrengung der Muskeln. Die Folge solcher Verspannungen sind Schmerzen, wodurch eine Schonhaltung eingenommen wird. Solche Schonhaltungen haben allerdings zur Folge, dass die Verspannung sich nur verstärkt. Bei diesen Verspannungen handelt es sich um Verkrampfungen, welche sich nicht lösen können, wenn eine krampfhafte Schonhaltung eingenommen wird. So werden die Schmerzen noch schlimmer. Um diesen Teufelskreis zu unterbrechen kann eine Faszienrolle, zur Lösung der Nackenschmerzen und Triggerpunkte, verwendet werden.

Was sind Triggerpunkte?

Bei Triggerpunkten handelt es sich um kleine Knötchen in den Muskeln. Diese können an der betroffenen Stelle Schmerzen und Verspannungen auslösen. Aber auch an scheinbar unbeteiligten und fernen Regionen können solche Triggerpunkteschmerzhafte Symptome auslösen. Triggerpunkte sind vor allem für Schmerzen mit einem myofaszialen Ursprung verantwortlich.

Faszienrolle gegen Triggerpunkte: Was bewirkt sie?

Bei einer Faszienrolle handelt es sich um eine spezielle Rolle, welche zur Massage eingesetzt wird. Die Rolle soll auf dem verhärteten und verspannten Gewebe wirken. Ziel ist es so die Schmerzen zu lindern und die Verspannungen zu lösen. Durch die Faszienrolle soll das Gewebe dazu angeregt werden Flüssigkeiten abzugeben, welche sich hier angesammelt haben. Mithilfe einer Faszienrolle wird das betroffene Gewebe ausgepresst, ähnlich wie ein Schwamm. So wird der Flüssigkeitstransfer angeregt. Zudem werden die nötigen Stoffwechselvorgänge getriggert. Damit das betroffene Gewebe wieder geschmeidig wird, muss die alte Flüssigkeit raus. Anschließend kann neue Flüssigkeit nachlaufen und die Verspannungen werden gelöst.

Gibt es empfehlenswerte Faszienrollen gegen Triggerpunkte?

Grundsätzlich wird zwischen zwei klassischen Arten von solchen Faszienrollen unterschieden. Zum einen gibt es glatte Faszienrollen, wie etwa die glatte Blackroll, zum anderen gibt es Faszienrollen, welche zusätzlich mit Noppen ausgestattet sind. Faszienrollen mit Noppen besitzen einen größeren Massagecharakter. Letztendlich ist es allerdings eine Geschmackssache, für welche Rolle sich entschieden wird.

Sofortwirkung: Kann die Faszienrolle gegen Triggerpunkte und Verspannungen als Wundermittel bezeichnet werden?

Richtige Wunder sollten von der Rolle nicht erwartet werden. Vor allem zu Beginn ist die Abriet mit einer Faszienrolle anstrengend und hart. Zunächst führt die Rolle in manchen Fällen sogar zu zusätzlichen Schmerzen. Grund hierfür ist, dass während der Übungen auf dem Boden zu Druck kommt, da das gesamte Körpergewicht auf der Rolle lastet. Allerdings ist genau dieser Druck auch erwünscht, denn ohne diesen könnten die Triggerpunkte und Verspannungen nicht gelöst werden. Sollte der Druck zu unangenehm sein, so kann von den Bodenübungen gewechselt werden. Stattdessen können die Übungen auch im Stehen ausgeführt werden. Hierzu wird dann die Wand als Gegenpol verwendet. Eine Sofortwirkung kann von der Rolle nicht erwartet werden. Allerdings ist die Langzeitwirkung dafür umso besser. Je öfter die Faszienrolle eingesetzt wird, desto entspannter ist das Gewebe. Die Schmerzen lassen dadurch schneller nach.

Übungen mit der Faszienrollen gegen Triggerpunkte

Verspannte und verhärtete Muskulatur, so genannte Triggerpunkte, können durch spezielle Übungen mit der Faszienrolle gelockert werden. Zudem wird die Muskulatur an den betroffenen Stellen, wie beispielsweise Nacken, Rücken, und Schultern, durch die Übungen mit der Rolle gestärkt. Es gibt unterschiedliche Übungen für die unterschiedlichen Bereiche.

Übungen für den Rücken

Zunächst wird sich auf die Rolle gesetzt. Der Po wird langsam, über die Rolle, nach vorne gerollt. Die Rolle bewegt sich hierdurch Richtung Rücken. Bei dieser Übung wird sich bis zur Mitte des Rückens gerollt und anschließend zurück zum Ausgangspunkt. Diese Bewegung wird 10 bis 15 mal wiederholt. Hierbei ist es wichtig die Körperspannung zu halten, um nicht ins Hohlkreuz zu geraten. Zu Beginn kann diese Übung schwer und schmerzhaft sein. Eine Alternative ist es, die Faszienrolle im Stehen zu benutzen. Die Faszienrolle wird dann in der Mitte des Rückens platziert. Als Gegenpol dient eine Wand. Anschließend wird in die Knie gegangen, während die Faszienrolle gegen den Rücken gepresst wird. Diese Methode ist langfristig allerdings nicht so erholsam und weniger effektiv.

Übungen für den Nacken

Die Faszienrolle wird im Liegen im Nacken platziert. Nun wird der Kopf langsam nach links und rechts bewegt. Dabei wird leichter Druck mit dem Nacken auf die Rolle ausgeübt. Die Übung wird 15 bis 20 mal wiederholt.

Faszienrolle Triggerpunkte Nackenschmerzen

Übungen für die Schulter

In der Übung wird die Faszienrolle etwas unter der Schulterhöhe platziert. Gegenpol ist hier die Wand, denn die Übung wird im Stehen gemacht. Anschließend wird in die Knie gegangen, während die Rolle gegen die Schulter gepresst wird. Nun wird sich wieder ausgerichtet. Diese Übung wird 10 bis 12 mal wiederholt.

Alle Übungen können ein bis zwei mal täglich durchgeführt werden. Vor allem nach dem Fernsehen am Abend lohnen sich die Übungen.


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