Fasziengewebe

Der Begriff Faszien stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Band“. In seiner Gesamtheit stellt das Fasziengewebe ein Netzwerk dar, das den gesamten Körper durchzieht und dem vielseitige Aufgaben zu Teil kommen. Das Fasziengewebe besteht zum größten Teil aus Elastin und Kollagenfasern, die geflochtener Weise miteinander verwoben sind. Entsprechend der jeweiligen Körperpartie unterscheiden sich die Faszien in ihrer Form und ihrem Aufbau, um die jeweiligen Anforderungen optimal erfüllen zu können. Das Fasziengewebe durchzieht den gesamten Körper, wobei sich die Faszien an den Muskelenden mit den Muskelsehnen verbinden, die dem Knochen anheften. Bei den Faszien selbst handelt es sich um passive Strukturen, die über keine Eigenbeweglichkeit verfügen. Aufgrund ihrer Beschaffenheit verleihen Faszien den Muskeln Festigkeit und Form und und schützen sie vor Verletzungen durch Reibung an Gelenken und Knochen, sowie vor Reibungen der einzelnen Muskelgruppen untereinander. Des Weiteren sorgt das Fasziengewebe dafür, dass sich die inneren Organe nicht in ihrer Topographie verändern.

Aufgaben und Aufbau des Fasziengewebes

Faszien werden abhängig davon, in welchem Bereich des Körpers sie sich befinden oder welche Funktion sie erfüllen müssen in ihrer Zusammensetzung oder Kombination ihrer Komponenten voneinander unterschieden. Das Fasziengewebe besteht aus vier Komponenten. Das Kollagen sorgt für die formgebende, feste Struktur, ist reißfest und überaus dehnbar. Elastin zeichnet sich durch seine sehr starke Elastizität aus und ist vergleichbar mit einem Gummiband, das stets wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehrt, ohne dabei im Laufe der Zeit zu erschlaffen. Die Bindegewebszellen fungieren als Produzenten der einzelnen Faszienfasern. Abhängig von der Muskel-Beanspruchung werden die jeweiligen Fasermengen gebildet. In einem Turnus von ca. zwei Jahren erneuert sich das gesamte Fasziengewebe. Die Bindegewebszellen sind zudem für die Kommunikation der Zellen untereinander verantwortlich und leiten Informationen über die chemische Zusammensetzung des umgebenden Gewebes, der Temperatur, der Körperhaltung und der Druckeinflüsse weiter. Als Matrix wird die Flüssigkeit, mit welcher die Fasern und Zellen umgeben sind, bezeichnet. Die Matrix besteht aus Lympf-, Abwehr-und Fettzellen sowie aus Blutgefäßen, Wasser und Nervenendgungen.

Fasziengewebe

Die meist unterschätzte Komponente des Körpers

Faszien zählen wohl zu der am meisten unterschätzten Komponente des Körpers. Erst im Laufe der vergangenen zehn Jahren wurde festgestellt, dass das Fasziengewebe, das sich in breiten Bändern über die Muskeln leget und die inneren Organe umschließt weit mehr sind, als nur Füllmaterial. Faszien sind in der Lage sich zusammenziehen, ganz ähnlich wie Muskeln, enthalten zahlreiche, sensible Nervenenden und dienen als Sinnesorgan bezüglich aller Fragen der Körperwahrnehmung. Abhängig davon, welche Aufgabe die Faszien erfüllen müssen und in welchem Bereich des Körpers sie sich befinden, sind die Stränge mal mehr und mal weniger elastisch und das Fasziengewebe formt den Körper so, wie dies auch Muskeln und Knochen tun. Die Faszien können sich als eine Art innerer Ganzkörperanzug vorgestellt werden. Dabei verfügen die wichtigen Organe über ihre eigenen Fasziensysteme, wie beispielsweise das Gehirn die Hirnhaut, das Herz den Herzbeutel und die Lunge das Brustfell. Faszien müssen vielfältige Aufgaben erfüllen, die neben der Haltungs-und Stabilisierungsfunktion heutzutage noch bei Weitem nicht alle erforscht sind.

Faszien: Architektur des menschlichen Fasziengewebes
  • Jean-Claude Guimberteau, Collin Armstrong
  • KVM - Der Medizinverlag. Ein Unternehmen der Quintessenz-Verlagsgruppe
  • Auflage Nr. 1. Auflage 2016 (02.05.2016)
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

Faszien-Fitness fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden

Faszien machen einen ganz wesentlichen Bestandteil des Wohlbefindens und der Gesundheit aus und es ist wichtig, sich um das Faszeingewebe zu kümmern. Am besten geht das durch gezieltes Dehnen und Training, denn dadurch wird nicht allein die Beweglichkeit verbessert, sondern auch der Stoffwechsel des Fasziengewebes stimuliert, sodass beispielsweise Entzündungsbotenstoffe abtransportiert werden können. Verhärtungen und Verklebungen des Fasziengewebes können durch Eigenmassagen gelöst werden, durch Dehnen werden die Faszien gestreckt, mit federnden Sprüngen und Seilspringen werden die Faszien zum kontrahieren gebracht und mit der Selbstwahrnehmung wird das Erspüren von Zugspannung im Körper erlernt.

Effektive Interventionsmaßnahmen- Faszeingewebe geschmeidig halten

Durch lang anhaltenden und dauerhaften Stress kann eine Überbelastung des Fasziengewebes verursacht werden, denn die Faszien sind unter Stress permanenter Spannung ausgesetzt. Dauert diese Spannung zu lange an, verlieren Faszien ihre Elastizität, vergleichbar mit einem ausgeleierten Gummiband. Auch ein Mangel an Flüssigkeit wirkt sich negativ auf das Fasziengewebe aus. Durch den Flüssigkeitsmangel kann die Faszein-Struktur verhärten und sie werden unflexibel und fest, die können verfilzen oder miteinander verwachsen. Durch eine solch veränderte Struktur wird die Muskelbewegung stark eingeschränkt. Insbesondere im Bereich der Gelenke kann dies starke Schmerzen verursachen. Heutzutage steht allerdings eine breite Palette an therapeutisch sehr effektiven Interventionsmaßnahmen zur Verfügung. Zu den geeigneten Therapiemaßnahmen zählen u.a. Massagen, Dehnungsübungen, Akupressur-, Akupunktur-und Bio-Feedback-Behandlungen.

Faszien genau im Detail erklärt

Wer schon mal ein Hänchenfilet zubereitet hat, der hat auch schon Faszien gesehen. Hierbei handelt es sich um die milchig – weißen Häute. Häufig umspannen diese das Filet. Auch wir besitzen Faszien. Das Wort Faszie kommt aus dem lateinischen und bedeutet Band, Bündel oder Bandage. Der Begriff gibt einen Hinweis auf die Form dieser. Es handelt sich hierbei um sehr reißfestes und bandförmiges Bindegewebe, welches aus Elastin, Eiweiß – Zucker – Verbindungen, Wasser, und Kollagen besteht. Dieses Gewebe kann hauchdünn oder mehrere Millimeter dick sein. Im Körper sind die Faszien zu verschiedensten Formen verwoben – so findet man nicht nur verschieden starke und lange Faszien-Stränge im Körper, sondern auch Beutel und Umhüllungen, die Organe, Knochen, Muskeln und Co. umgeben und fixieren.Hiermit werden die Weichteil – Komponenten des Bindegewebes im Körper bezeichnet. Sie durchdringen den gesamten Körper als ein verbindendes und umhüllendes Spannungsnetzwerk. Diese dünnen Häute umhüllen im inneren jeden Muskel, jeden Knochen, jeden Nerv, jedes Organ, und jede Sehne. Alle kollagenen faserigen Bindegewebe gehören hierzu. Insbesondere Aponeurosen , also Sehnenplatten, Organ – und Gelenkkapseln, Muskelsepten, Sehnen, Bänder, Retinacula, also Haltebänder, wie beispielsweise Retinaculum flexorum, welches den Karpaltunnel bildet, sowie Fascia thoracolumbalis, welche zu den Muskelbinden gehören und den Musculus erector spinae strumpfartig umhüllen, gehören dazu.

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Die Faszien und ihre drei Schichten

Bei den Faszien wird zwischen drei Arten unterschieden. Es gibt oberflächliche, tiefe, und viszerale Faszien.

Die oberflächlichen Faszien

Die oberflächlichen befinden sich im größten Teil des Körpers im Unterhautgewebe. Sie vermischen sich hier mit der retikulären Schicht der Dermis, also der Lederhaut. Zu finden sind sie über dem Sternum, das ist das Brustbein, am Nacken und über dem oberen Bereich des Muskels, welcher sich zwischen Brustbein, Schlüsselbein und der Schädelbasis befindet. Hierbei handelt es sich um den Musculus sternocleidomastoideus. Hauptsächlich bestehen sie aus Fettgewebe, sowie lockerem Bindegewebe. Allerdings sind sie nicht nur subkutan, also unter der Haut, zu finden, sondern umschließen auch Drüsen, Organe, und neurovaskuläre Leitbahnen. Zudem werden durch sie an vielen Stellen freier Raum gefüllt. Die Funktion ist sehr vielfältig. So speichert sie Wasser und Fett, fungiert als Dämpfer und Puffer, und dient zudem als Durchgang für Blutgefäße, Nerven und Lymphe. Ein erheblicher Teil der Bindegewebszellen aus dieser Schicht hat Kontakt miteinander, weshalb vermutet wird, dass sie als Kommunikationsnetzwerk dienen, welches körperweit und nicht neural ist.

Die tiefen Faszien

Als tiefe Faszien werden die faserreichen und dichten Bindegewebsstränge und – schichten bezeichnet, welche die Nervenbahnen, Knochen, Blutgefäße, und Muskeln umschließen und durchdringen. Dieses Gewebenetz ist in der Lage sich, je nach den lokalen Verhältnissen der Belastung, zu verdichten. Es organisiert sich als große flächenhafte Faszien, wie etwa der Plantarfaszie oder der Fascia lata, als Aponeurosen, das sind Sehnenplatten, als Ligamente, das sind Bänder, als Gelenkkapseln, als Retinaculae, das sind die Fesseln, oder als Muskelsepten. Dieses Gewebe umhüllt als hochinnerviertes Periosteum, also als Knochenhaut, die Knochen. Als Perichondrium, das ist die Knorpelhaut, umhüllt es die Knorperlgewebe. Zudem umhüllt es als Perineurium, ein straffes Bindegewebe, die Nervenbahnen und als Tunica externa, der äußeren Schicht der schlauchförmigen Organe, die Blutgefäße. Außerdem sind die Muskelfasern umhüllt von einer Endomysium – Schicht. Hierbei handelt es sich um eine Bindegewebsschicht, welche die einzelnen Fasern der glatten Muskulatur, oder einzelne Muskelfasern des Skelettmuskels umgibt. Das Perimysium, eine straffe Bindegewebshülle, fasst einzelne Muskelfaserbündel zusammen. Das Epimysium ist eine Schicht aus lockeren Bindegewebe und umhüllt den ganzen Muskel. Dieses Gewebe besitzt eine hohe viskoelastische Zugbelastbarkeit, durch den hohen Anteil an Kollagenfasern.

Die viszerale Faszien

Als Einbettung und Aufhängung der inneren Organe dienen die viszeralen Faszien. Sie wickeln diese in Schichten, welche aus Bindegewebsmembranen bestehen. Die Organe sind mit einer doppelten Schicht serösen Membranen umgeben. Als parietale Schicht wird die äußerste Wand bei einem Organ bezeichnet. Die Haut dagegen wird als viszerale Schicht bezeichnet. Für die viszeralen Faszien besitzen die Organe spezifische Namen. Die viszeralen Faszien im Gehirn werden als Meningen bezeichnet. Die viszeralen Faszien im Herz dagegen werden Pericardium genannt. Die viszeralen Faszien in der Lunge heißen Pleura, während die viszeralen Faszien im Bauch als Peritoneum bezeichnet werden.

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Das Netz im Körper

Durch die Faszien wird der Körper stabilisiert. Ohne sie würde der Körper in sich zusammenfallen, sodass ein Haufen Einzelteile übrig bliebe. Zudem sorgen sie dafür dass der Körper aufrecht erhalten wird und seine Form bekommt. Da sie dem Körper seine Form geben, werden sie auch als Organ der Form bezeichnet. Obwohl sie für Stabilität sorgen, sind sie dennoch elastisch. So ist es möglich, dass sich die Position von den Organen bei Bedarf verändern kann, falls das nötig ist. Ein Beispiel hierfür sind die Atmung und die Verdauung, für die Platz gemacht wird. Auch während einer Schwangerschaft wird so Platz für das Kind gemacht, sodass dieses ausreichend Raum im Mutterleib zur Verfügung hat.

Welche Funktion hat eine Faszie?

Eine ganze Weile wurde davon ausgegangen, dass Faszien lediglich den ganzen Körper zusammenhalten, aber sonst ohne Funktion seien. Heutzutage weiß man, dass sie nicht nur einfaches Verpackungsmaterial sind, welches den Körper einfach zusammenhält. Die Wissenschaftler, welche sie genauer untersucht haben, stellten fest, dass sie nicht nur für den Halt verantwortlich sind, sondern noch viele weitere nützliche Funktionen haben. Somit spielen sie eine große Rolle für den Körper. So wurde aufgedeckt, dass diese beispielsweise die Muskelkraft übertragen. Das Netz, welches den gesamten Körper durchzieht, verbindet Sehnen, Bänder, Muskeln, und Knochen miteinander. Dadurch schafft dieses Netz die Voraussetzungen für die Kraftübertragung. Die Muskelkraft wird hierdurch auf jedes einzelne Körperteil übertragen. Ihnen ist es also zu verdanken, dass sich beispielsweise der Unterarm auch wirklich hebt, wenn der Bizeps angespannt wird. Sie sorgen außerdem auch dafür, dass mehr Kraft aufgebracht werden kann, als die Muskeln eigentlich erzeugen können. Gelingen tut dieser Kraftakt durch das Prinzip der Energiespeicherung. Dieser Effekt wird als Katapult – Effekt bezeichnet. So werden beispielsweise beim Gehen die Faszien im Fuß, welcher gerade den Boden berührt, leicht vorgespannt und gedehnt. Wird dieser Fuß anschließend zum nächsten Schritt angehoben, so löst sich diese Dehnspannung auf. Dabei werden Kräfte erzeugt, ähnlich wie bei einem Gummiband, welches auseinander gezogen und dann losgelassen wird. Durch diesen Katapult – Effekt ist es auch Kängurus möglich so weit zu springen. Das Prinzip ermöglicht es mehr Kraft zu erzeugen und so springen sie weiter, als es mit den Beinmuskeln regulär möglich wäre.

Die Faszie als Schutz vor Krankheiten und Verletzungen

Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass sie nicht nur Muskelkraft übertragen und den Körper zusammenhalten, sondern auch vor Verletzungen schützen. Allerdings bieten sie nur einen Schutz, wenn sie auch gut in Form sind. Erst dann sind sie belastbar und elastisch zugleich. Sind sie elastisch, so lassen sie die Bänder, die Knochen, die Gelenke, sowie die Muskeln geschmeidig vorbei gleiten. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass Knochen, Gelenke, Bänder, und Muskeln von ihren vorgesehenen Bewegungs – Spielraum nicht abweichen. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass wir uns beispielsweise beim Tennis spielen nicht die Schulter auskugeln, in der Regel. Das Fasziennetz federt zudem harte Stöße ab. Ein Sprung oder Sturz führt so, in der Regel, nicht direkt zu einem Knochenbruch. Des weiteren besitzt ein funktionierendes und ungeschädigtes Fasziennetz eine Abwehrfunktion. Das Netz bildet eine Barriere, wodurch es Fremdkörpern erschwert wird in den Körper, insbesondere in die Organe einzudringen. Sie beinhalten außerdem Fresszellen, welche Krankheitserreger und tote Zellen auffressen und diese so bekämpfen.

Die Faszie leitet Lymphe und speichert Wasser

Da das Gewebe der Faszien sehr gut das Wasser binden kann, dient dieses im Körper als Wasserspeicher. Allerdings ist es für diese Funktion nötig, dass genug Flüssigkeit aufgenommen wird. Es muss also genug getrunken werden, damit die Faszien als Wasserspeicher fungieren können. Empfohlen werden durchschnittlich etwa 1,5 Liter Wasser pro Tag. Am besten eignet sich hierzu Leitungswasser oder Mineralwasser ohne Kohlensäure. Faszien sind darüber hinaus für den Transport der Lymphe mit verantwortlich. Bei der Lymphe handelt es sich um eine Körperflüssigkeit, welche zwischen den Körperzellen und den Faszienfließt. Sie ist eine Art Lieferservice, welcher für die Müllabfuhr verantwortlich ist. Durch die Lymphe werden die Körperzellen mit Nährstoffen versorgt und gleichzeitig werden Schadstoffe und Stoffwechselabfallstoffe abtransportiert. Eine ausreichende Bewegung ist notwendig, damit die Lymphe richtig fließen kann. Wird sich nicht ausreichend bewegt, so kann die Lymphe nicht richtig fließen und es entsteht ein Stau. Dadurch können die Zellen nicht mehr ausreichend versorgt werden. Ein solcher Lymphstau kann zudem dazu führen, dass es zu einer Verklebung der Faszien kommt.

Das größte Sinnesorgan bilden die Faszien

Das Gewebe der Faszien enthält zahlreiche Nervenenden. Über diese werden viele Informationen weitergegeben. Die Informationen, welche über das Netz weitergegeben werden, wirken auf das autonome Nervensystem. Über dieses besitzen wir keine bewusste Kontrolle. Das autonome Nervensystem regelt lebenswichtige Funktionen des Körpers selbstständig. Hierzu zählen beispielsweise die Verdauung oder die Atmung. Die Nervenenden der Faszien können auch Schmerzsignale senden. Zudem ist das Fasziennetz maßgeblich am Körpersinn, der Propriorezeption, beteiligt. Der Körpersinn liefert dauernd Informationen über die Haltung und Bewegung. Diese Informationen werden dann in Beziehung zur Umwelt gesetzt. So erhalten wir Informationen darüber ob wir gerade stehen, ob die Bewegungen beim Tanzen fließend sind, wie schwer der Rucksack ist, der gerade getragen wird, und wie hart der Stuhl ist, auf dem gesessen wird. Ohne diesen wären wir nicht in der Lage die einzelnen Körperteile zu kontrollieren.

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