Faszientraining einfach erklärt – Faszientraining erobert die Fitnessszene

By | 5. Juni 2017

Faszientraining erobert die Fitnessszene

Ursprünglich wurde Faszientraining vor allem im Bereich der Physiotherapie angewendet, mittlerweile hat es sich auch im Fitnessbereich etabliert. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was die Faszien eigentlich sind? Diese umschließen sowohl einzelne Organe als auch Muskeln und deren Fasern. Deshalb ist entsprechendes Faszientraining auch so wirksam und sollte von Einzelnen viel mehr Beachtung finden.

Einfache Definition von Faszien

Faszien umgeben einzelne Organe und Muskeln bzw. Muskelfasern. Damit bilden sie sowohl Struktur als auch Schutz für Ihren Körper. Dieser bleibt gleichzeitig elastisch und kann sich gut bewegen. Faszien federn heftige Stöße ab, wirken koordinierend und verringern Ihr Verletzungsrisiko bei Bewegungen im Training. Zusätzlich können Faszien Ihre Leistungsfähigkeit aktivieren und diese auf lange Sicht gesehen erhalten. Wenn Sie Faszientraining machen, tragen Sie also wesentlich dazu bei, dass das Netzwerk des Bindegewebes gestärkt und seine Elastizität aufrecht erhalten wird. Sie kommen in den Genuss von geschmeidigen Gelenken und kräftigen Muskeln, zusätzlich sind Ihre Organe perfekt geschützt.

Faszien lösen

Faszientraining erreicht unterschiedliche Erfolge

Beim Faszientraining können Sie die positive Wirkung der individuellen Übungsmethoden sehr gut beobachten. Diese sind zum Einen in ein physiotherapeutisches Behandlungskonzept eingebettet, enthalten aber auch Elemente eines sportlichen Trainings. Somit sind Sie also bei der Unterstützung und beim Ausbau Ihrer Fitness mit Faszientraining genau so gut beraten wie als Leistungssportler, der auf ein wichtiges Event hinarbeitet. Denn ausgewiesenes Faszientraining erzielt gleich mehrere Erfolge. Sie können sehr gut Ihre persönliche Leistungsfähigkeit steigern und gleichzeitig Verletzungen beim Sport vorbeugen. Zusätzlich macht dieses unkonventionelle Training auch Spaß, womit Ihre Motivation sich sportlich zu betätigen erhalten bleibt. Wichtige Elemente beim Faszientraining sind die vier Hauptbestandteile Soft-Tissue Stretching und Rebound Elasticity bzw. Fascial Release und Fluid Refinement.

Soft Tissue Stretching und Rebound Elasticity zum Trainingsstart

Beim Soft-Tissue Stretching dehnen Sie nicht nur einzelne Muskeln, sondern auch die dazugehörigen Faszien. Die Faszien-Verbindungen sollen entsprechend aktiviert werden. Sind die faszialen Strukturen nicht ganz in Ordnung, wird auch eine geregelte Arbeit der Muskeln verhindert. Das ist bei herkömmlichem Training nicht immer auf den ersten Blick feststellbar. Doch wenn Sie Faszientraining mit dem Element Soft-Tissue Stretching machen, wird Ihre gesamte Faszien-Muskeln-Struktur angeregt. Die zweite Komponente des Trainings, das Rebound Elasticity, ist nichts anderes als effektives und sehr kraftvolles Training. Es geht dabei darum, Ihre Beweglichkeit und Ihre Körperkraft zu verbessern. Das passiert am besten durch eine starke Vorspannung, in die das Gewebe der Faszien eingebracht wird. Vor allem wenn Sie Kraftsportler oder Gewichtheber sind, sind Sie auf diese physische Vorspannung angewiesen. Diese können Sie dank ausgeklügelten Faszientraining stark verbessern. Doch auch für Fitnessbewusste sind diese Übungen ratsam, denn so werden unterschiedliche Körper- und Muskelzonen gezielt gestärkt. Elemente der Rebound Elasticity finden unter anderem Eingang in gezielte Rückengymnastik, die der Volkskrankheit Rücken entgegen wirkt.

 

Fascial Release und Fluid Refinement leisten wichtigen Beitrag

Ein wichtiges Element beim Faszientraining das Fascial Release ist Bestandteil gängiger Therapien für das Bindegewebe. Meist werden die Übungen mit Hilfsmitteln wie Faszienrollen ausgeübt. Diese sollen helfen, die Struktur des Bindegewebes zu lockern. Durch Druckaubau auf gewissen Körperregionen, wie etwa wenn Sie Ihre Beine auf diesen Faszienrollen abstützen, können ansonsten reversible Muskel- bzw. Bindegewebs-Verklebungen einfach auflösen. Damit wirkt das Fascial Release fast wie eine Massage, die einen wohltuenden Nacheffekt auslöst. Sie erleben ein angenehmes Körpergefühl und können sich wieder optimal bewegen. Eventuell vorher bestehende Schmerzen sind weg. Diese Form des Faszientrainings ist vor allem für Leistungssportler im Anschluss an ihr eigentliches Training ratsam. Aber auch orthopädisch-degenerative Schmerzen und Beschwerden lassen sich mit diesem Training gut bekämpfen. Als vierter Bestandteil beim Faszientraining ist das Fluid Refinement zu nennen. Damit ist im wesentlichen eine verbesserte Wahrnehmung Ihres Körpers gemeint. Sinnliche Erfahrungen werden verfeinert. Es geht dabei weniger um mechanische Bewegungselemente, als um individuelle Impulse, die die Rezeptoren des Bindegewebes ankurbeln. Die Faszien umgeben Muskeln und Organe, wobei sich bei einem genaueren Blick in die Muskeln zeigt, dass diese in Bereiche und Beutelchen mit Wasser unterteilt sind. So sind fließende und gesunde Bewegungen möglich. Dank des Fluid Refinement ist die Stimulation dieser Elemente so stark, dass sie auf Mikrobewegungen wirkt.

Faszientraining ohne Geräte möglich

Vielleicht haben Sie schon viel über Faszientraining gehört und möchten wissen, was Sie dazu benötigen. Die Antwort ist einfach, denn es ist nicht viel. Sie können zwar das Training Ihrer Faszien mit speziellen Geräten absolvieren, doch es ist auch komplett ohne Hilfsmittel möglich. Unterschiedliche Übungen können dabei sehr bewegungsintensiv sein, andere wiederum werden sehr sanft ausgeführt. Genau diese Abwechslung macht das effektive Training Ihres Bindegewebes aus. Zusätzlich zum Effekt der Körperstärkung wird auch der Gleichgewichtssinn gestärkt. Damit erklären sich auch Ähnlichkeiten des Faszientrainings mit einfacher Gymnastik oder Yoga. Denn auch ganz traditionelle Übungen können zur Anregung der Faszien beitragen. Im Endeffekt kommen Sie in den Genuss von strafferer Haut, einer besseren Beweglichkeit und einem selbstbewussten Auftreten. Natürlich kann das Faszientraining auch dazu beitragen, dass Sie Ihr Gewicht reduzieren. So wirkt das einfache und dennoch effektive Training in vielerlei Hinsicht.


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